Blutgefäße
Als Blutgefäß bezeichnet man Arterien und Venen. Alle Blutgefäße zusammengenommen bilden den Blutkreislauf. Blutgefäße transportieren das mit Sauerstoff gesättigte Blut (in den Arterien) zu den Organen und das sauerstoffarme Blut (in den Venen) zurück zum Herzen.
Verstopfen oder reißen Blutgefäße, wird der Blutkreislauf im Körper gestört. Handelt es sich dabei um lebenswichtige Gefäße, entscheiden wenige Stunden über Leben und Tod des Patienten. Im Notfall ist die Transplantation eines humanen Blutgefäßes (meist Arterien) lebensrettend.
Im Rahmen der Gewebespende deckt die Gefäßspende einen zunehmend wichtigen Bereich ab, da humane Gefäßtransplantate gegenüber künstlichen Präparaten wesentliche Vorteile im Heilungsprozess aufweisen.
Indikationen
Humane Blutgefäßtransplantate können im Bereich der Beine, des Bauches und des Brustkorbes sowie im Kopf-Hals-Bereich verwendet werden. Notwendig wird eine Transplantation bei nicht anders behandelbaren Gefäßverschlüssen, hochgradigen Verengungen von Gefäßen (Stenosen) oder Thrombosen. Die Stenose ist eine Vorstufe des Gefäßverschlusses. Unter einer Thrombose versteht man gemeinhin die Verstopfung einer Vene durch ein Blutgerinnsel, das sich in den Venen bildet und an den Venenwänden festsetzt.
Die Hauptindikation einer Verpflanzung von Blutgefäßen ist - wie bei den Herzklappen - der Ersatz infizierter Kunststoffprothesen im Bereich der Aorta und der großen Körperarterien. Die Transplantation wird häufig als Notfall-Operation durchgeführt.
Bedarf
Der Bedarf an Blutgefäßtransplantaten wird in Deutschland auf zirka 500 Präparate pro Jahr geschätzt. Genaue Zahlen sind nicht bekannt.
Transplantation
Die Zahl der bundesweiten Transplantationen von Blutgefäßen ist nicht bekannt.

