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Amnionspende

Die Amnionspende ist im Gegensatz zur Gewebespende von Augenhornhaut oder Herzklappen eine Lebendspende. Das Amnion als Teil der Fruchtblase wird kurz nach der Geburt gespendet.

Bei einer Amnionspende willigt die Spenderin, hier die Schwangere vor der Geburt schriftlich ein, dass das bei ihr entnommene Amnion zu Transplantationszwecken verwendet werden darf. Die Spende ist anonym, freiwillig und unentgeltlich. Für die Spenderin entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Bei gesunden Schwangeren kann kurz nach einer unkomplizierten Geburt eine Amnionspende durchgeführt werden. Prinzip der Spenderauswahl ist dabei die Verhinderung der Übertragung von Krankheitserregern durch das Transplantat. Dabei geht es zunächst um die Vermeidung einer Kontamination der Amnionmembran mit bakteriellen oder mykotischen Erregern, wie sie bei einer Spontangeburt erfolgt. Somit wird aus Sterilitätsgründen nur Gewebe nach einer Kaiserschnittgeburt verwendet.

Wie bei jeder Gewebeübertragung besteht auch bei der Amniontransplantation ein mögliches Infektionsrisiko für den Patienten, z. B. durch eine Übertragung mit Viren wie HIV, Hepatitis B oder Hepatitis C. Daher wird vor der Spende eine infektionsdiagnostische Analyse durchgeführt, um die Sicherheit der Transplantation zu gewährleisten. Zusätzlich besteht bei einer Lebendspende die Möglichkeit, die Spenderin auch nach der Gewebespende zu untersuchen.