Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum wird Gesellschafter der DGFG

Das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum wird Gesellschafter der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG). Neben der Universitätsmedizin Rostock ist es das zweite große Krankenhaus in Mecklenburg-Vorpommern, das sich aktiv an der weiteren Entwicklung der DGFG beteiligt. Das gemeinsame Ziel besteht darin, die Patientenversorgung mit Gewebetransplantaten in MV weiter zu verbessern und im Bundesland ein klares Signal für transparente Strukturen in einem sensiblen Bereich zu setzen.

„Ich freue mich, dass wir im Jubiläumsjahr der DGFG, Gesellschafter dieses wichtigen Netzwerkes werden“, sagt Geschäftsführerin Gudrun Kappich. „Als größtes diakonisches Krankenhaus in Mecklenburg-Vorpommern möchten wir die gemeinnützige Arbeit der DGFG fördern.“ Das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum ist eines der wichtigsten Spendekrankenhäuser in MV. Allein im vergangenen Jahr haben dort 127 Menschen Gewebe nach ihrem Tod gespendet.

Das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum ist für die DGFG seit vielen Jahren ein wichtiger Partner in der Gewebespende. „Wir sind auf die enge Zusammenarbeit mit den Kliniken angewiesen. Denn ohne Spendermeldungen gibt es keine Gewebespende“, hält Martin Börgel, Geschäftsführer der DGFG, fest. „Wir freuen uns, dass dieses Klinikum uns nun auch in der Funktion als Gesellschafter in unserer gemeinnützigen Arbeit unterstützt“, betont Börgel. Alle größeren Kliniken in MV arbeiten seit Jahren bei der Gewebespende mit der DGFG zusammen.

Universitätsmedizin Rostock begrüßt Gesellschafterzuwachs

Die Gesellschafter der ersten Stunde, seit 2007, sind die Medizinische Hochschule Hannover und die beiden Universitätskliniken Leipzig und Dresden. 2015 kam als vierter Gesellschafter die Universitätsmedizin Rostock dazu. Nun wird ein weiteres großes Haus in Mecklenburg-Vorpommern Gesellschafter der DGFG. „Ich freue mich, dass auch eine diakonische Einrichtung wie das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum die Arbeit in der Gewebemedizin vorantreiben möchte. Gewebespende geht nicht nur Universitätskliniken etwas an“, betont Harald Jeguschke, Kaufmännischer Vorstand der Universitätsmedizin Rostock.

Gewebe, zu denen u. a. Augenhornhäute, Herzklappen und Blutgefäße gehören, werden im Gegensatz zu Organen nicht sofort transplantiert, sondern zuvor in Gewebebanken aufbereitet. Die DGFG betreibt in MV je eine Gewebebank in Rostock sowie Schwerin und kooperiert mit der Hornhautbank Greifswald.

Die DGFG ist eine unabhängige, gemeinnützige Gesellschaft, die seit 1997 die Gewebespende und -transplantation in Deutschland fördert. Die DGFG hat seitdem ein bundesweites Netzwerk zahlreicher deutscher Kliniken, Gewebebanken und transplantierender Einrichtungen aufgebaut. Gesellschafter sind das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, das Universitätsklinikum Leipzig, die Medizinische Hochschule Hannover, die Universitätsmedizin Rostock sowie das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg. Vier von insgesamt 23 Standorten der DGFG befinden sich in MV: Neubrandenburg, Schwerin, Rostock und Greifswald.

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Gesellschafter_DGFG_2017_kleinFoto v. l. n. r.: Prof. Dr. med. Wolfgang E. Fleig (Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig), Martin Börgel (Geschäftsführer der DGFG), Prof. Dr. med. Christian Schmidt MPH (Ärztlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Rostock), Prof. Dr. med. Helmut Höh (Chefarzt der Augenklinik des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums), Gudrun Kappich (Geschäftsführerin des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums), Wilfried E. B. Winzer (Kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden), Andrea J. Aulkemeyer (Vizepräsidentin und Präsidiumsmitglied des Ressorts Wirtschaftsführung und Administration der Medizinischen Hochschule Hannover), Harald Jeguschke (Kaufmännischer Vorstand der Universitätsmedizin Rostock)