Fußballtrainer-Legende und dreifacher Transplantatempfänger

Hornhautempfänger Horst Schulz ist für Prof. Dr. Frank Wilhelm, Kerstin Bruhns und Ilona Tank mehr als nur ein Patient.

Patient Horst Schulz, seine Ehefrau Hilde Schulz und Prof. Dr. Frank Wilhelm (von l. nach r.)

Patient Horst Schulz, seine Ehefrau Hilde Schulz und Prof. Dr. Frank Wilhelm (von l. nach r.)

Schon als Kind ist Horst Schulz (81 Jahre) kurzsichtig gewesen und war daher in laufender augenärztlicher Behandlung. Später erkrankte er am Grauen Star mit Hornhautbeteiligung. Bis ins Rentenalter reichte die Pflege des Auges aus. Die Sehfähigkeit nahm jedoch weiter ab. Als Schulz 2006 in der Zeitung las, die HELIOS Kliniken Schwerin bekämen einen neuen Chefarzt für die Augenklinik, war für ihn die Sache klar: Prof. Wilhelm ist nicht nur ein begabter Augenarzt und Operateur, sondern mindestens genauso fußballbegeistert wie die Trainerlegende von Dynamo Schwerin Horst Schulz selbst. Kurz nach Eröffnung der Schweriner Gewebebank bekam er die erste Hornhauttransplantation und erlangte seine Sehfähigkeit zurück. Im letzten Jahr bekam Schulz auf dem rechten Auge ein von der DGFG vermitteltes zweites Hornhauttransplantat, da das alte Transplantat im Laufe der Jahre verschlissen war. Insgesamt herrscht zwischen Horst Schulz, seinem behandelnden Arzt Prof. Wilhelm und den Gewebebankmitarbeiterinnen Kerstin Bruhns und Ilona Tank eine nahezu freundschaftliche Beziehung, die über die Jahre gewachsen ist. Im nächsten Jahr feiern Horst und Hilde Schulz ihre Diamantene Hochzeit. Dank der uneigennützigen Spende eines verstorbenen Menschen wird Horst Schulz diese mit voller Sehkraft miterleben können.