Todesfeststellung – Einwilligung – Keine Kontraindikationen

Todesfeststellung

Eine Gewebespende ist, mit wenigen Ausnahmen der Lebendspende, nur bei verstorbenen Spendern möglich. Der Tod des Spenders muss den Regeln, die dem Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft entsprechen, zweifelsfrei durch einen Arzt festgestellt sein. Bei der Gewebespende spielt die klassische Todesdiagnostik, nicht die Hirntoddiagnostik, die entscheidende Rolle. Zur Todesfeststellung genügt der Nachweis sicherer Todeszeichen, wie

  • Totenflecke
  • Totenstarre
  • Körperverletzungen bzw. -zerstörungen, die mit dem Leben unvereinbar sind.

Das Herz-Kreislauf-System muss für eine Gewebespende im Gegensatz zur Organspende nicht künstlich aufrechterhalten werden.

Im Rahmen einer beabsichtigten Organspende ist die Gewebespende dann zulässig, wenn der endgültige, nicht behebbare Ausfall der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms nachgewiesen ist.

Einwilligung

Für die Entnahme von Gewebe muss die Einwilligung des Verstorbenen in Form einer mündlichen oder schriftlichen Einverständniserklärung (z.B. Organ- und Gewebespendeausweis) vorliegen. Ist der Wille nicht bekannt, können die nächsten Angehörigen im Sinne des Verstorbenen eine Entscheidung für oder gegen eine Gewebespende treffen. Die Angehörigen sind über den Umfang der Gewebespende aufzuklären. Eine Unterschrift der Angehörigen ist nicht erforderlich. Es genügt, wenn der gesprächsführende Arzt Ablauf, Inhalt und Ergebnis des Gesprächs schriftlich dokumentiert.

Im Falle einer Gewebespende im Rahmen einer geplanten Organspende muss die Zustimmung zur Gewebespende zusammen erfolgen.

Kontraindikationen

Es dürfen keine medizinischen Gründe gegen eine Gewebespende sprechen. Es gibt absolute und gewebespezifische Kontraindikationen.

Rufen Sie uns bitte unter der gebührenfreien 24-Stunden-Rufnummer 0800 – 511 5000 an, wenn Sie uns einen Spender melden wollen. Unser ärztlicher Dienst klärt gemeinsam mit Ihnen ab, ob eine Gewebespende möglich ist.