Ohne Spendermeldung keine Gewebespende

Eine Gewebetransplantation verbessert die Lebensqualität zahlreicher Menschen. Manchmal kann sie ihr Leben retten. Auch wenn die Gewebespende in den vergangenen Jahren gestiegen ist, bekommen nicht alle Patienten zeitnah ein passendes Gewebetransplantat. Dabei ist eine Gewebespende im Gegensatz zur Organspende nicht an die Feststellung des Hirntods gebunden. Etwa zwei Drittel aller Verstorbenen sind potentielle Gewebespender. Bestimmte Gewebe, z.B. Herzklappen und Blutgefäße, werden zurzeit meist nur im Rahmen einer Organspende entnommen. Diese kardiovaskulären Gewebe fehlen in den Gewebebanken in großer Zahl. Deshalb ist die DGFG auf die Meldung potentieller Gewebespender, auch aus der Organspende, dringend angewiesen. Wir haben Mitarbeiter in allen Regionen Deutschlands, von Mecklenburg-Vorpommern (MV), über Sachsen bis Bayern. Egal ob Sie uns einen Spender in MV oder NRW melden wollen – bitte sprechen Sie uns an!

Rufen Sie uns unter der gebührenfreien 24-Stunden-Rufnummer 0800 – 511 5000 an, wenn Sie uns einen Spender melden wollen. Unser ärztlicher Dienst klärt gemeinsam mit Ihnen ab, ob eine Gewebespende möglich ist. Für Fragen zur Organspende wenden Sie sich bitte direkt an die Deutsche Stiftung Organtransplantation.

Gewebespende ist in allen Regionen möglich. Egal ob Gewebespende in MV, Bayern oder Hessen. Mitarbeiter der DGFG kümmern sich um den Transport in die Gewebebank.

Voraussetzungen

Eine Gewebespende ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich: Ein Arzt muss den Tod des Spenders zweifelsfrei festgestellt haben. Es muss eine Einwilligung in die Gewebespende vorliegen und es darf keine medizinischen Ausschlussgründe geben. Das Einwilligungsgespräch und die Recherche der aktuellen und früheren Erkrankungen übernimmt in Absprache ein erfahrener Mitarbeiter der DGFG. Weitere Informationen zu den Voraussetzungen zur Gewebespende finden Sie hier.

Meldeweg

Wir wollen Menschen mit einem Transplantat helfen. Dafür müssen wir aber überhaupt erst von einem möglichen Gewebespender erfahren. Nur noch etwa zehn Prozent der Gewebespenden kommen aus der Organspende. Neun von zehn Spenden stammen von Menschen, die z.B. an einer Erkrankung des Herz-Kreislauf-, des Atmungssystems oder an einem Krebsleiden verstorben sind. Etwa 60 Krankenhäuser möchten uns regelmäßig unterstützen. Sie sind mit uns einen Vertrag eingegangen. Wie eine Meldung  funktioniert und was dabei zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Ausschlussgründe

Viele Menschen, die im Krankenhaus oder auf einer Palliativ-Station versterben, können Gewebe spenden. Meist geht es um die Möglichkeit einer Augenhornhautspende. Diese können wir in allen Regionen umsetzen, egal ob in MV, Sachsen oder Baden-Württemberg. Auch Menschen mit einer Krebserkrankung, einer Brille oder im hohen Lebensalter können ihre Augenhornhaut spenden. Aus Gründen des Empfängerschutzes ist bei bestimmten Erkrankungen bzw. Infektionen eine Gewebespende jedoch nicht möglich. Die Entscheidung trifft ein Arzt der DGFG. Hier finden Sie die wichtigsten Ausschlussgründe.